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Wegweiser   /Nachhaltigkeit kommunizieren/Energiewende und Arbeitswelt
VORTRAGSSCRIPTE ZUM DOWNLOAD

Antje
Blöcker

Energiewende und gute
Arbeit: Gibt es nur Gewinner?

Bruno Bozionek

Nachhaltiges Umweltmanagement in der EKvW

Florian Prange

Welche Dynamik brauchen wir?– Fiskalpolitische Rahmenbedingungen für die
Energiewende

Dr. Frithjof Reul

Gewerkschaftliche Perspektiven in der
Energiewende

Dr. Jörg Rothermel

Wohin steuert die chemische Industrie?

Martin Refle

Think Blue.
Grüne Fabrik am Meer

Weitere Disskusionsbeiträge (ohne Downloadscript) von Gerhard Tartemann, ehem. Bezirksleiter IGBCE Schleswig-Holstein, Stephan Krull, Ausschuss für Umweltfragen beim DGB Landesbezirk Niedersachsen, Rolf Adler, Industriepastor in Osnabrück, Hannoversche Landeskirche und Doreen Fragel, Geschäftsführerin Energieagentur Göttingen e.V.

Ein Energiewende-Bündnis als Resultat der Tagung „Energiewende und Arbeitswelt“

Am 13. und 14. März 2012 lud das INEP Institut Oldenburg in Kooperation mit der Bildungs- und Tagungsstätte HVHS Springe und der Hans-Böckler-Stiftung zahlreiche Vertreter aus Gewerkschaften, Kirche und Wirtschaftsverbänden, aber auch aus Nichtregierungsorganisationen, Vereinen und Studenten in das Bildungs- und Tagungszentrum in Springe ein, um zum Thema Energiewende, Herausforderungen für den Arbeitsmarkt, aber auch Chancen und Innovationspotentiale organisierter Beschäftigung zu diskutieren.  Heinz, Schumacher, AnhelmUnter dem Thema „Energiewende und Arbeitswelt“ stand nicht nur die Diskussion verschiedener energiepolitischer Strategien von Politik, Gewerkschaften, Kirche und Zivilgesellschaft im Vordergrund. Ganz besonders an konkreten Praxisbeispielen präsentierten die teilnehmenden Gäste Probleme, aber auch Wirksamkeit und Leuchtturmwirkung für eine Energie- und Gesellschaftswende in Deutschland. 
So gingen Vertreter des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Betriebsräte des VW Werks Emden, und der Solarfirma SOLIBRO, ein Vertreter des Verbands der Chemischen Industrie (VCI) sowie der ehemalige Bezirksleiter des IGBCE Schleswig-Holstein  auf die besonderen Herausforderungen der Energiewende für die Arbeitswelt ein. Besonders „gute“, oder „sozialverträgliche“ Arbeit stand dabei im Mittelpunkt der Diskussionen. Zudem wurden Praxisbeispiele für die Einbeziehung von Arbeitnehmern in den Energiewendeprozess vorgestellt, bspw. die „Volkswagen Belegschaftsgenossenschaft für regenerative Energien am Standort Emden“.


Besondere Aufmerksamkeit galt außerdem den Teilnehmern aus dem kirchlichen Kreis.  Hier stellte ein Vertreter der Landeskirche Westfalen die kirchliche Umweltaudit-Initiative „Grüner Hahn“ vor. Der Industriepastor Osnabrücks und designierter Leiter der Umweltabteilung der Hannoverschen Landeskirche betonte die oftmals unterschätzte Arbeitnehmerkapazität kirchlicher Einrichtungen und die somit ähnlichen Interessen der Kirche und den Gewerkschaften zum Thema „guter Arbeit“. Er sprach sich für eine stärkere Berücksichtigung der Kirchengemeinden, aber auch für eine stärkere Beteiligung kirchlicher Institutionen im Energiewende- und Arbeitsdialog aus.  Der Geschäftsführer der Wirtschaftsgesellschaft der Kirchen in Deutschland berichtete aus der nachhaltig orientierten Handels- und Einkaufspraxis kirchlicher Institutionen.


Aus zivilgesellschaftlicher Perspektive diskutierte zum einen die Geschäftsführerin der Energieagentur Region Göttingen mit. Die Besonderheit der Energieagentur liegt in ihrer Organisation als gemeinnütziger Verein, der ausschließlich aus regionalen Quellen finanziert wird und auf Beteiligung und Mitverantwortung setzt. Zum anderen stellte ein Mitglied des Vorstandes des Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS e.V.) fiskalische Lösungen, bzw. „Schraubstellen“ für die Umsetzung der Energiewende vor.  Eine Vertreterin der Ruhr Universität Bochum nahm sich dem Thema: „Energiewende und Arbeit“ aus der wissenschaftlichen Perspektive an.

 

Die Veranstaltung war von dynamischen Diskussionen und konstruktiven Dialogen zwischen den einzelnen gesellschaftlichen Vertretern geprägt. Die Teilnehmer der Tagung haben deutliches Interesse an einer Intensivierung des Dialogs zwischen Gewerkschaften, Kirchen und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen gezeigt. Sie seien davon überzeugt, dass so gezielt gemeinsam den gesellschaftlichen Herausforderungen der Energiewende begegnet werden kann. Auch waren sich die Teilnehmer darin einig, dass eine Energiewende „dezentral wo möglich und zentral wo nötig“ gestaltet werden sollte und die soziale Sicherung der Garant für den ökologischen Erfolg darstelle.  Letztlich könnte das Zusammenspiel der einzelnen gesellschaftlichen Institutionen notwendige und starke Impulse für eine gesellschaftsverträgliche Energiewende setzen. Dafür sprachen sich die Teilnehmer gemeinsam für die Gründung eines Energiewende-Bündnisses aus, dass ähnliche dem Klimabündnis eine wertvolle öffentliche Plattform für institutionsübergreifenden Dialog und Aktionen für die Umsetzung der Energiewende werden soll.

 

 

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