Intensiver Austausch über

Gesundheit und Gewerkschaftsarbeit

INEP und ZEWU ziehen positive Bilanz des ersten Workshops in Simbabwe

 

Teambuilding war ein wesentlicher Programmpunkt des Seminars in Bulawayo

 

In Arbeitgruppen diskutierten die Teilnehmerinnen persönliche Erfahrungen und Potentiale des Engagements in den Unternehmen

 

Vom 6. bis zum 11. September 2015 organisierte INEP in Kooperation mit der IG BCE und der Zimbabwe Energy Workers Union (ZEWU) in Bulawayo den Implementierungsworkshop für das Train-the-Trainer-Programm. In einer arbeitsreichen Woche tauschten sich die Organisatorinnen und Teilnehmerinnen über Methoden der Gewerkschaftsarbeit aus. Das Ziel des Projekts mit dem Titel „Frauen in Afrika – gemeinsam für Bildung“ ist es, die Gesundheitsbedingungen der simbabwischen Arbeiterinnen zu verbessern.

 

Für die Leitung des Workshops reiste ein dreiköpfiges Team aus Deutschland an. Sie hatten das Seminarprogramm im Vorfeld gemeinsam mit der ZEWU-Vorsitzenden Angeline Chitambo abgestimmt. Durch Coaching sollten die Teilnehmerinnen Fähigkeiten und Qualifikationen ausbauen, um als weiterbildende Multiplikatorinnen aktiv werden zu können. In den Unternehmen geben diese dann ihr Wissen hinsichtlich Gleichstellung, Gesundheit und Empowerment weiter. Ein weiteres wichtiges Thema waren Möglichkeiten, gewerkschaftliche Strukturen zu nutzen und die Gleichberechtigung sowie Gesundheitsbedingungen im Energiesektor zu verbessern. Hierzu diskutierten die Teilnehmerinnen angeregt und ergänzten die offiziellen Zahlen mit persönlichen Erfahrungen.

 

In Gruppenarbeiten und Präsentationen beschäftigten sich die Frauen mit den Themen Aids/HIV, Arbeitsplatz und Möglichkeiten einer interorganisationalen Vernetzung. Die Teilnehmerinnen sollten die Kommunikations- und Organisationstechniken nicht nur kennenlernen, sondern auch in den Gruppen anwenden. Der Austausch und die Diskussion waren dabei gewollt, um die Potentiale der kritischen Reflexion, des Hinterfragens und der Persönlichkeitsstärkung zu aktivieren.

 

Die Begegnung und ein offenes Miteinander standen während des Workshops an erster Stelle, da ein kulturelles Aufeinander-Zukommen für eine bilateral ausgerichtete Schulung besonders wichtig ist. Im Rahmen der Teambildung organisierte die Seminarleitung auf Wunsch der Teilnehmerinnen am fünften Tag auch eine kleine Exkursion. Dabei konnten sich die die Frauen den Inhalten noch einmal in einer anderen Atmosphäre nähern.

 

Am Ende der lehrreichen Woche diskutierte und bewertete die Workshopleitung gemeinsam mit Angeline Chitambo und der ZEWU Generalsekretärin Marin Chikuni die Ergebnisse des Seminars. Der erhoffte intensive Austausch hat ihrer Einschätzung nach stattgefunden. „Wir haben mit dem Projekt viel erreicht, aber noch nicht alles“, so Angeline Chitambo. Teilnehmerinnen und Workshopleitung haben eine gemeinsame Begegnungs- und Dialogplattform geschafften, auf die die Organisatoren in Zukunft aufbauen können. Der methodische Fokus war dabei ein sinnvoller Zugang zum Erreichen dieser Ziele. Das Seminar verdeutlichte ferner die große Bedeutung sozialer Themen und des Gesundheitsbereiches. Insbesondere gesunde Ernährung kann in Zukunft ein bedeutender Schwerpunkt sein. Hierüber ist das Wissen vor Ort bislang wenig fundiert.

 

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