Wegweiser   /

Selbstverständnis

NETZWERK

Netzwerke haben für uns einen besonderen Stellenwert, Transdisziplinäre sozial-ökologische Forschung benötigt ein breites Spektrum an disziplinärem Wissen. Von Projekt zu Projekt verändern sich zudem diese Anforderungen. Nur über Kooperationen mit anderen Forschungseinrichtungen ist es möglich, die Innovationspotentiale der sozial-ökologischen Forschung zu nutzen und zu verstärken. Eine besondere Bedeutung hat dabei die Zusammenarbeit im Rahmen von Forschungskooperationen. Auf diese externen Netzwerke wirkt INEP impulsgebend ein, wie es Impulse externer Netzwerke aktiv aufnimmt. So kann - auch jenseits des disziplinären Maßstabs - eine hohe Forschungsqualität erreicht und gehalten werden.

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Die gesellschaftliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte, insbesondere die Entwicklung der Ökonomie stößt immer mehr an Grenzen, die für große Teile der Menschheit Ausgrenzung aus der Teilhabe am vorhandenen sozialen, kulturellen, politischen und ökonomischen Reichtum bedeuten. Die Schere zwischen Armut und Reichtum klafft immer weiter auseinander – mit steigender Tendenz.
Durch eine starke Betonung der sozialen Dimension in unserer Arbeit und die Entwicklung und Implementierung von Produkten und Angeboten will INEP einen Qualitätsstandard  erreichen, der die technischen Neuerungen mit den jeweiligen individuellen, sozialen, historischen und kulturellen Bedingungen der Regionen verbindet, in denen unser Institut tätig wird.
Grundlegend hierfür ist die Entwicklung eines Menschenbildes, das einen offenen Dialog in den verschiedenen Regionen der Welt ermöglicht. Wir gehen nicht mit einem „So soll der Mensch sein und sich entwickeln!“ an unsere Arbeit heran. Vielmehr ist der Blick auf ein anthropozentrisches Verständnis zu richten, das den je konkreten Menschen mit all seinen Erfahrungen und Werten, mit all seinen, kulturellen, weltanschaulichen, religiösen und politischen Hintergründen, seinen spezifischen Bedürfnissen und seinen Vorstellungen von seiner Zukunft in den Mittelpunkt stellt.


Dies setzt einen dialogischen Prozess voraus, dem die UN-Menschenrechte zugrunde liegen und der von einer toleranten und partnerschaftlichen, dem wechselseitigen Lernen verpflichteten Grundhaltung geprägt wird. INEP orientiert sich dabei an dem Begriff „Menschliche Entwicklung“ wie er in den Berichten der Vereinten Nationen entworfen wird. Menschliche Entwicklung ist demnach ein Prozess, der sich durch die Ausweitung von Lebens- und Entwicklungschancen jeder/jedes Einzelnen auszeichnet, die/der sich u. A. an der Verbesserung der Bildungschancen, der Geschlechtergerechtigkeit,an der Verringerung von materieller Armut festmachen lässt. Voraussetzung hierfür ist die politische, ökonomische, soziale und kulturelle Teilhabe aller Menschen auf der Basis eines gegenseitigen Respekts.

 

Die Schaffung von Entwicklungsmöglichkeiten auf der individuellen Ebene muss zudem berücksichtigen, dass Individuen gesellschaftliche Wesen sind, die sich ihre Umwelt in einem wechselseitigen Prozess zu eigen machen. In der tätigen Aneignung verändern sie ihre Umwelt, die dadurch wiederum auf ihre Entwicklung und Entwicklungsmöglichkeiten einwirkt usw. Es ergibt sich ein Prozess der ständigen Aneignung und Veränderung der äußeren und inneren Lebenswelten der Menschen durch die Menschen. Menschliche Entwicklung in diesem Sinne ist ein offener, dynamischer Prozess der Lebensentfaltung, der sowohl individuelle als auch gesamtgesellschaftliche Bedingungen beinhaltet und – will er zum Wohle der Menschen beitragen – nachhaltige Entwicklung generieren muss.
So verstanden ist das Menschenbild von INEP nicht defizit- sondern ressourcenorientiert und hat eine klare Ausrichtung auf soziale Entwicklung und Veränderung im Sinne einer Verbesserung der Lebenssituationen. Wir fühlen uns in unterschiedlichen Projekten den Menschen verpflichtet, die sich in individuellen und/oder gesellschaftlichen Notlagen/Konflikten befinden und wollen dabei immer ihre je spezifischen Lebenswelten und Lebenslagen berücksichtigen. 
Die Anerkennung des Anderen, der Respekt ihm gegenüber, die Wertschätzung, die Bereitschaft wirklich zuzuhören sind Schlüsselworte für den Prozess unseres sozialen Dialogs.
Abgeleitet davon sind zentrale Begriffe wie Nachhaltigkeit, humanökologischer Dialog und soziale Innovation mit denen INEP seine Arbeit gestaltet.

 

Eine nachhaltige Entwicklung wie sie von INEP verstanden wird muß folgende Bereiche einbeziehen:

Unter Sozialen Innovationen versteht INEP Ideen und Maßnahmen zur Bewältigung  sozialer Herausforderungen. Ähnlich wie neue Produkte und Verfahren erst als Innovationen gelten, wenn sie  marktfähig werden, bemißt sich der Wert sozialer Innovationen ihrem nachhaltigen Nutzen für Zielgruppen. Soziale Innovationen beinhalten die planvolle, zielgerichtete Neugestaltung oder Erneuerung  von Diensten, Regeln des Zusammenlebens, Entwicklung von Netzwerken. Sie erweisen sich als Methoden, die wirksamer sind als bisherige Konzepte und diese daher ersetzen. Wenn aus einer sozialen Idee prozesshaft eine soziale Innovation wird, trägt diese zur Bewältigung konkreter Problemstellungen und zur Befriedigung von gesellschaftlichen Bedürfnissen bei. Auch für die Entwicklung und Implementierung sozialer Innovationen sind  für INEP die von den Vereinten Nationen vertretenen Menschenrechte wesentliche Grundalge.

 

Wichtige Ziele für INEP

Unser Ziel ist es zu gewährleisten, dass bestmögliche  Qualitätsstandards in ökologischen, sozialen und ökonomischen Bereichen definiert und implementiert werden. Im Vordergrund steht das Verbindende an gemeinsamen Talenten, Fähigkeiten, Erfahrungen und Wissen und das Bereichernde durch die Ressourcen und Kräfte unterschiedlicher  Kulturen und Religionen.

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