Projekt „Kirchenfenster E-Mobilität“ abgeschlossen

INEP entwickelt umfangreiches Mobilitätskonzept für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau

Am 29. Mai hat das INEP Institut die Arbeit am Projekt „Kirchenfenster E-Mobilität“ abgeschlossen. In Kooperation mit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) entstand ein Konzept, das die Nutzung von E-Fahrzeugen mit der Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien verknüpft. In zwei Workshops im Januar und März 2015 traten die ProjektteilnehmerInnen zusammen. Aus Wunschvorstellungen und Bedürfnissen entstand ein Maßnahmenpaket, das nun auf seine Umsetzung wartet.


Das erste Treffen am 27. Januar in Mainz ergab einen Fokus auf die Großstädte im Einzugsgebiet. Die TeilnehmerInnen am Workshop demonstrierten großes Engagement und betonten die Vorreiterrolle der Kirche bei der Bewahrung der Schöpfung. Die E-Mobilität sei für die Gemeinden besonders gut geeignet, da die geringe Reichweite der Fahrzeuge angesichts der kurzen Dienstwege nicht ins Gewicht falle.


Zum zweiten Workshop trafen sich die Projektpartner am 24. März erneut im Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN in Mainz. Konkrete Handlungsvorschläge und ihre Realisierungschancen sollten hier im Mittelpunkt stehen. Der Photovoltaikanlagenhersteller Sunfarming steuerte bei dem Treffen seine Expertise bei. Grundsätzlich soll jede beteiligte Gemeinde neben der Nutzung der E-Fahrzeuge auch seine eigene Energie erzeugen und damit den Fuhrpark versorgen. Dadurch entsteht ein vollständiges Netz von Versorgungspunkten zwischen den beteiligten Städten und Gemeinden, das der Reichweite der E-Autos und dem Mobilitätsbedarf der Kirche entspricht.


INEP ist es gelungen, ein tragfähiges Konzept für die EKHN zu entwickeln, das ökonomisch sinnvoll Solarstromerzeugung mit E-Mobilität kombiniert. Mit dem untersuchten Ballungsraum fand das Institut eine Region, in der die Kirche jene Vorreiterrolle einnehmen kann, die ihrer gesellschaftlichen Bedeutung entspricht. Das Projekt hat gezeigt, dass trotz der noch geringen Reichweite der Fahrzeuge ihre Einführung über den privaten Gebrauch hinaus in großem Umfang möglich und sinnvoll ist. Das Vorhaben steht damit beispielhaft für eine kirchlich geführte Hinwendung zu nachhaltigem Handeln.

 

Foto: Michael Movchin (Wikimedia Commons)

 

Einladungsflyer zum Workshop

 

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