Wegweiser   /Nachhaltiges Energiemanagement/OEG 2011

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OEG 2011

VORTRAGSSCRIPTE ZUM DOWNLOAD

Florian Prange

Fiskalische Lösungsansätze zum Rebound-Effekt

Dr. Werner Brinker

Der Weg in eine nachhaltige Energieversorgung -
Herausforderungen des Transformationsprozesses

Prof. Ortwin Renn

Der Rebound-Effekt - Achillesferse der Energiewende

 

Presseberichte

NWZ

NWZ-Online

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Oldenburger Energiepolitisches Gespräch 2011 am 18.10.2011

Auch in diesem Jahr fand das Oldenburger Energiepolitische Gespräch des INEP Instituts und der EWE AG wieder in dem schönen Ambiente des EWE Forums Alte Fleiwa in Oldenburg statt. Moderiert wurde die Veranstaltung von Joachim Mahrholdt von der Umweltredaktion des ZDF in Mainz.
Die diesjährige Veranstaltung beschäftigte sich mit dem Thema: „Auf halbem Weg gescheitert? – Hindernisse bei der Umsetzung energiepolitischer Ziele durch gegenläufige Detailregelungen und den Rebound-Effekt“, zu dem namhafte Referenten aus den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik mit interessanten Beiträgen informierten.

 

Florian Prange, Mitglied des Vorstandes des FÖS e.V. (Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft), einer Vereinigung deren Haupttätigkeit in der Entwicklung und Vermarktung von Konzepten ökonomischer Umweltpolitik, der Erarbeitung von Studien und Expertisen und der Durchführung Konferenzen liegt, begann mit einem Überblick zur Thematik und einer Definition des Rebound-Effektes, um daraufhin Beispiele und Bedingungen des Rebound-Effektes zu nennen. Es folgten fiskalische Lösungsansätze zur Überwindung des Rebound-Effektes. In seinem Fazit sprach Florian Prange die Besteuerung von Energie an, die direkte und indirekte Rebound-Effekte minimieren könnte, indem sie gewährleistet, dass die Kosten für Energiedienstleistungen bei steigender Energieeffizienz relativ konstant bleiben. Dies geschehe mittels marktkonformer Mechanismen und generiere einen sozialen, ökologischen und ökonomischen Mehrwert.


Im Anschluss sprach Prof. Dr. Dr. h.c. Ortwin Renn, Technik- und Umweltsoziologe an der  Universität Stuttgart und Mitglied der Ethikkommission Sichere Energieversorgung der Bundesregierung, vom Rebound-Effekt als eventueller Achillesferse der Energiewende. In seinem Vortrag nahm er Bezug auf die aktuelle umweltpolitische Debatte und vertrat die Auffassung, dass Fukushima zu einem weiteren und wahrscheinlich stabilen Akzeptanzentzug der Kernenergie geführt habe. Mittelfristig werde auch der Anteil der Kohlenutzung aus Klimaschutzgründen drastisch reduziert werden. Effekte von energiesparenden Investitionen werden, so Prof. Renn, zum großen Teil durch Mehrverbrauch kompensiert. Die Transformation zu erneuerbarer Energie könne scheitern, wenn Energienachfrageverhalten und Akzeptanzbereitschaft nicht frühzeitig und kompetent erforscht und politisch angegangen werden.


Michael Müller als Mitglied der Enquete-Kommission „Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität“ erweiterte die Runde mit seinem Vortragsthema „Das was wir Fortschritt nennen, wird zum Sturm“.


Dr. Werner Brinker, Vorsitzender des Vorstandes der EWE AG, bereicherte die Veranstaltung schließlich mit einem Vortrag zum Thema „Der Weg in eine nachhaltige Energieversorgung – Herausforderungen des Transformationsprozesses“.
In der abschließenden Podiumsdiskussion waren sich die Teilnehmer einig, dass Deutschland eine Vorreiterrolle durch die Energiewende übernehmen könne, es dabei jedoch von zentraler Bedeutung sei, Vertreter aller relevanten Bereiche und Branchen an einen Tisch zu bekommen, um echte Problemlösungsstrategien entwickeln zu können. Die Chancen dazu seien „so gut wie nie“, wie Micheal Müller betonte. Und eine Alternative zu einer strikten Transformation des Energiesystems sei, dass es keine gäbe, wie Florian Prange resümierte.

 

 

 

 

 

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